Magenspiegelung
(ÖGD, Ösophagogastroduodenoskopie)
Bei der sog. Magenspiegelung kann man mit einem dünnen Schlauch (Endoskop) durch den Mund die Speiseröhre, den Magen und den oberen Zwölffingerdarm untersuchen. Die Bilder werden durch eine kleine Kamera an der Spitze des Gerätes auf einen hochauflösenden Monitor übertragen (Video-Endoskopie). Veränderungen wie Entzündungen, Blutungen oder auch bösartige Prozesse können so dargestellt werden. Über einen dünnen Kanal lassen sich Proben entnehmen, aber auch Gewebe (z.B. Polypen) entfernen oder Blutungen stillen.
Die Untersuchung dauert im Normalfall 7 -10 Minuten. Sie kann mit einer lokalen Betäubung des Rachenraumes oder in einer kurzen Sedierung (Schlafspritze). durchgeführt werden. Sollten Sie sich für eine Sedierung entscheiden benötigen Sie eine Begleitperson, die Sie von der Praxis abholt, da eine Teilnahme am Straßenverkehr für den Untersuchungstag nicht erlaubt ist.
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Sedierung / Schlafspritze >>
Darmspiegelung
(Coloskopie, Ileocoloskopie)
Die Spiegelung des Dickdarms erfolgt über ein biegsames Instrument (Endoskop), welches über den After bis zur Einmündungsstelle des Dünndarms in den Dickdarm vorgeschoben wird. Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten. Um optimale Untersuchungsbedingungen vorzufinden ist eine vollständige Reinigung des Darmes notwendig, die am Vortag der Untersuchung erfolgt.
Im Rahmen der Untersuchung können krankhafte Veränderungen wie Entzündungen, Polypen (gutartige Neubildungen, Krebsvorstufen) und bösartige Veränderungen sowie auch seltene Erkrankungen nachgewiesen werden.
Polypen können, in Abhängigkeit der Größe und Lokalisation, in den meisten Fällen direkt entfernt werden. Auch können mittels einer Zange Proben aus allen Darmabschnitten gewonnen werden. Die hierdurch mögliche feingewebliche Untersuchung hilft bei der Einordnung der Veränderungen bzw. der Symptome.
Ultraschall
(Sonographie)
Mittels Ultraschall können verschiedene Regionen des Körpers bildlich dargestellt werden. Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung ist diese Technik für den Körper ohne jegliche Belastung.
Bauchultraschall (Abdomen-Sonographie): Hierbei werden die Organe des Bauchraums (Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Milz, Blutgefäße) untersucht. In den meisten Fällen können Veränderungen bereits sicher dargestellt werden. Bei Unsicherheiten sind ergänzende Untersuchungen gezielt planbar.
Darmultraschall: Mittels hochauflösender Schallköpfe ist es möglich die Darmwand im Ultraschall darzustellen. Dieses Verfahren ist vor allem bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) eine hervorragende Methode, um die Aktivität der Erkrankung ohne Darmspiegelung abzuschätzen und im Verlauf zu beurteilen. Neben der Dicke der Darmwand, können die lokale Durchblutung, Umgebungsreaktionen, Lymphknoten usw. erfasst werden. Auch bei der Divertikelkrankheit ist der Ultraschall ein unverzichtbares diagnostisches Mittel.
H2-Atemtest
Im Rahmen von Beschwerden wie Durchfällen, vermehrter Luftbildung im Bauch und unklaren Schmerzen können sog. Atemteste zum Ausschluss von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sinnvoll sein. In diesen Testsystemen können Milch- und Fruchtzucker- , Sorbit- und Xylitunverträglichkeiten, aber auch die bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms nachgewiesen werden.
Die Tests dauern ca. 3 Stunden. In 30-minütigen Abständen wird nach entsprechender Zufuhr des zu untersuchenden Stoffes (Milchzucker etc.) die Konzentration von Wasserstoff (H2-Moleküle) in der Atemluft gemessen und über die Veränderungen der Werte und die berichteten Beschwerden eine Diagnose ermöglicht.
Bei positivem Testergebniss können über diätetische Maßnahmen oder ggfs. medikamentöse Therapien die zugrundeliegenden Beschwerden verbessert oder vollkommen kontrolliert werden.
Bitte beachte Sie, dass im Vorfeld der Untersuchungen gewisse Einschränkungen in der Ernährung notwendig sind. Eine vorherige Darmspiegelung sollte 4 Wochen, eine antibiotische Therapie mindestens 14 Tage zurückliegen.
Anweisungen H2-Atemtest >>
Kapselendoskopie
Aufgrund der Schwierigkeit den Dünndarm in seiner gesamten Länge darzustellen bietet die sog. Kapselendoskopie die Möglichkeit Veränderungen in dieser Region nachzuweisen. Die häufigste Fragestellung sind unklare Blutverluste im Bereich des Darmes.
Nach der Reinigung des Darmes (ähnlich wie bei der Darmspiegelung) wird eine kleine Kamera in der Größe einer großen Medikamentenpille geschluckt. Diese Kamera sendet 2 Bilder / Sekunde an einen Empfänger, welcher in einer Weste am Körper getragen wird. Die Passage der Kapsel durch den Dünndarm dauert ca. 5 Stunden. Während dieser Zeit kann der Patient sich frei bewegen. Nach Abschluss der Untersuchungszeit werden die Daten auf einen PC überspielt und die Untersuchung kann als Film ausgewertet werden.
Die Untersuchung ist ein etabliertes Verfahren. Aufgrund der entstehenden Kosten ist jedoch zunächst eine Kostenübernahmezusage durch die entsprechende Krankenkasse notwendig. Diese erfolgt in der Regel durch uns.
Sedierung
Im Rahmen von Eingriffen wie Magen- oder Darmspiegelungen, aber auch bei Punktionen der Leber, hat sich eine Sedierung („Schlafspritze“) bewährt.
Sedierung bedeutet, dass unangenehme Empfindungen und Schmerzen im Rahmen der Untersuchung verhindert werden.
Wir verwenden hierzu das Medikament Propofol. Dies ist ein sehr kurz wirksames Schlafmittel mit einer Wirkdauer von ca. 8 - 10 Minuten, so dass Sie sich rasch nach der Untersuchung wieder wach und fit fühlen.
Hierdurch kann eine optimale Steuerung der Sedierung in Abhängigkeit der Untersuchungszeit und der individuell notwendigen Dosis gewährleistet werden.
Trotz der kurzen Wirkungsdauer werden Sie nach der Untersuchung noch einige Zeit beobachtet und Sie benötigen eine Begleitperson, welche Sie nach Hause bringt. Eine Teilnahme am Straßenverkehr, das Führen von schwierigen Maschinen sind für den Untersuchungstag untersagt. Sie sollte am Untersuchungstag keine rechtlich bindenden Entscheidungen treffen. Für bestimmte Berufsgruppen (z.B. Busfahrer, Piloten etc.) ist auch für den Folgetag eine Teilnahme am Arbeitsleben nicht möglich.
Leberpunktion
Zur Abklärung anhaltender erhöhter Leberwerte ist es häufig notwendig eine Gewebeprobe aus der Leber zu gewinnen. Diese hilft die Ursache in der Zusammenschau mit den erhobenen Laborwerten einzuordnen und entsprechende Therapiemaßnahmen festzulegen.
Die Gewinnung der Probe erfolgt in einer kurzen Sedierung („Schlafspritze“), so dass die Punktion nicht als schmerzhaft empfunden wird. Unter Ultraschallkontrolle wird mit einer dünnen Nadel in die Leber vorgegangen und über einen automatischen Punktionsmechanismus die Probe gewonnen. Die Probe wird nachfolgend in der Pathologie untersucht.
Die Punktion selbst dauert in der Regel 5 Minuten. Nach der Prozedur müssen Sie jedoch zur Überwachung noch ca. 2 Stunden bei uns in der Praxis bleiben. Sie benötigen eine Begleitperson, welche Sie aus der Praxis abholt. Am Tag der Untersuchung dürfen Sie nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Schwere körperliche Arbeiten sind für 3 Tage zu vermeiden. Ggfs. erhalten Sie eine Krankmeldung.